
Foto: Jara Reker
Seren Dipity
Hi, ich bin Kim – visuelle Künstlerin aus Köln. Ich erschaffe fotografische Körpercollagen, in denen ich das Seltsame, Abstrakte und Surreale erkunde. Ich habe zwar Kommunikationsdesign studiert, aber mein Herz schlägt schon immer für die Kunst. Ich mag Dinge lieber wenn sie inspirieren als nur zu funktionieren. Inszenierungen in all ihren Facetten sind Wohl mein roter Faden und begleiten mich, seit ich denken kann: ob Fotografie, Kostümdesign, Installationen, Videokunst, Fotografie oder einfach das experimentieren mit meinem eigenen Stil. Für mich geht es um Ausdruck & Ästhetik.
„Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable.“
Ein Zitat, das mir aus der Seele spricht, von Cesar A. Cruz.
Mein künstlerischer Weg hat früh angefangen. Schon als Teenager bekam ich meine erste Kamera und habe mit experimentellen Selbstinszenierungen begonnen um mich mit all dem Chaos dieser Zeit auseinander zu setzen. Diese Arbeiten waren wie ein Ventil, das mich bis in meine späten Zwanziger hinein begleitet hat. Heute glaube ich fest daran, dass Kunst ohne Schmerz, ohne echte Emotion, niemals die gleiche Kraft hätte. Genau das prägt meinen Stil bis heute.
In meiner Kunst erschaffe ich surreale, oft seltsame Körpercollagen. „Polymorphie“ – also Vielgestaltigkeit – ist dabei der Zentrale Titel. Die gesichtslosen und nicht-menschlichen Kreaturen die ich erschaffe nenne ich „Polymorphe“. Das bewusste Fehlen von Gesichtern erlaubt mir, mit traditionellen Vorstellungen zu brechen, das Werk vom Mensch, von der Person zu lösen und eine neue Sicht auf den menschlichen Körper zu schaffen.
Für mich sind Körper und Haut viel mehr als nur Hüllen. Sie sind wie lebendige Leinwände, Strukturen, Skulpturen. Und sie stehen losgelöst von den klassischen Vorstellungen von Schönheit oder Erotik. Ich möchte den Körper entsexualisieren und gegen die gesellschaftliche Tendenz anzukämpfen, nackte Haut automatisch mit Sexualität zu verknüpfen.
Die inneren Stürme die in den meisten von und toben spielen eine große Rolle in meiner Arbeit. Selbstzweifel, Depressionen, Einsamkeit, Persönlichkeitsstörungen oder die Herausforderungen von diversen Neurodivergenzen. Viele der Themen, die ich verarbeite stammen aus meinem eigenen Leben oder von Menschen in meiner Umgebung.
Ein wichtiges Stichwort is auch die Dysmorphophobie – also die verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers. Aus einer queer-feministischen Perspektive hinterfrage ich gesellschaftliche Normen, Schönheitsideale und diesen ewigen Druck, sich anzupassen. In meinen Werken dürfen Körper einfach sein – unabhängig von Geschlecht, Schönheit oder irgendwelchen Normen.
Meine Arbeit ist roh, ungeschönt – ein bewusster Gegenpol zur typischen Porträtfotografie, bei der Menschen immer perfekt und makellos gezeigt werden. Genau das interessiert mich nicht. Für mich sind Körper Werkzeuge, keine hübschen Abziehbilder. Ich will etwas schaffen, das man nicht erwartet. Etwas, das du anschaust – und dann nochmal hinsiehst. Vielleicht findest du es schön, vielleicht verstörend, aber Hauptsache, es löst etwas in dir aus.
past exhibitions
02.03.2024 Bodylines
25.05.2024 emotional surrender
15.11.2024 Sounds of Persephone
15.05.-15.06 2025 Photoszene Köln Festival
18.05.25 Vernissage







